
Was verbindet Weimar und Windhoek in Namibia? Dr. Alf Rößner hat es herausgefunden. Nach Forschungs- und Arbeitsaufenthalten (1993 und 1996) hatte er die historischen Kontakte zwischen deutscher "Klassik und Kolonie" aufgedeckt. Danach ist Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818-1901) Mäzen sowohl der Kunst, Wissenschaft und Literatur als auch Schirmherr des christlich-zivilisatorisch motivierten Kolonialgedankens. Rößner arbeitet heute als Leiter des Stadtmuseums Weimar im Bertuchhaus. In Weimar hatte er studiert - von 1987 bis 1992 Bauingenieurwesen, danach Denkmalpflege in Bamberg und Coburg (1992 bis 1993).
Im Jahre 1994 erhielt Alf Rößner ein Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung und arbeitete danach für fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Denkmalpflege der Bauhaus-Universität Weimar. 1999 wurde er an der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar über das Thema „Weimar um 1900. Stadtbild und genius loci“ promoviert. Er war auch 2000 bis 2001 wissenschaftlicher Volontär im Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege in Erfurt. Bevor er Leiter des Stadtmuseums Weimar wurde, war er Kurator von Sonderausstellungen. 2005 erhielt er sein Zertifikat als lizenzierter Stadtführer in Weimar. Rößner hat zahlreiche Publikationen zur Thüringer Denkmalpflege sowie zur Weimarer Stadt-, Bau- und Kunstgeschichte veröffentlicht. Zudem ist er Mitautor der „Denkmaltopographie der Stadt Weimar“.
Er ist Vorstandmitglied im Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums Weimar sowie Mitglied im Freundeskreis des Stadtmuseums Weimar und auch verantwortlicher Redakteur der „Weimarer Schriften“.
