
Das Thema des nächsten Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte 2012 wird „Nachbarschaften“ lauten. Das gab der wissenschaftliche Beirat des Geschichtsfestes heute bekannt.
Nachbarn sollten Freunde sein, Fremde können Nachbarn werden. In einer Welt der Globalisierung ist jeder des anderen Nachbarn, und umgekehrt besinnt man sich auf heimatliche Nachbarschaften und Freundschaften, neue und alte. Migration macht aus Fremden Nachbarn (über 50 Jahre türkische Migration nach Deutschland) und überwindet gefährliche Grenzen (Flüchtlinge im Mittelmeer). Aber auch ehemalige Feinde können als Nachbarn Freunde werden – der Elysée-Vertrag, der die deutsch-französische Aussöhnung besiegelte, nähert sich seinem 50. Geburtstag, und das „Weimarer Dreieck“ zwischen Frankreich, Polen und Deutschland von 1991 ist auch bereits „volljährig“. Das vierte „Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte“ wird diese Nachbarschaften, Fremdheiten und Freundschaften erkunden; von den verschlungenen Pfaden Weimars über Deutschland nach Europa und darüber hinaus. Es gilt, „die groß‘ und kleine Welt“ (Faust I) neu zu entdecken.
Der wissenschaftliche Beirat des Weimarer Geschichtsfests setzt sich zusammen aus internationalen Experten aus Politik, und Universitäten sowie Vertretern von Kulturinstitutionen. Die Länder des Weimarer Dreiecks (Frankreich, Polen und Deutschland) sind ein konstanter Schwerpunkt des Geschichtsfests. Das 4. Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte findet voraussichtlich vom 16. bis 18. November 2012 statt; es steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland und Maurice Gourdault-Montagne, Botschafter der Republik Frankreich in Deutschland.
Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte
- Eine Veranstaltung der Stadt Weimar –
Pressemeldung vom 7. November 2011
„Nachbarschaften“ nächstes Thema beim Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte