BEGLEITENDES FILMPROGRAMM

Weitere Filme finden Sie im Hauptprogramm.

FREITAG 26. OKT | 13 UHR | kino mon ami
EINTRITT FREI
100x100 Jahre – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg | Schulkino

CESSEZ-LE-FEU

(F 2015, 103 min, OmU)
Regie: Emmanuel Courcol
Darsteller: Romain Duris, Céline Sallette, Grégory Gadebois, Julie-Marie Parmentier

1923. Der heldenhafte Kriegsveteran Georges hat nach Kriegsende einen Neustart gesucht und vier Jahre lang als Nomade und Abenteurer in Afrika gelebt. Nun ist er zurück in Frankreich bei seiner Mutter und seinem Bruder Marcel, einem Kriegsinvaliden, der verstummt ist. Er lernt die Gebärdensprachlehrerin Hélène kennen, auf die er sich aber auch nicht leichten Herzens einlassen kann.

Veranstaltung mit dem Institut Français Deutschland - Institut Français en
Thuringe, Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte
Anmeldungen im Kino mon ami unter kinomonami@yahoo.de oder Telefon: 03643 847745

 

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FREITAG 26. OKT | 15.30 UHR | LICHTHAUS KINO IM STRASSENBAHNDEPOT
EINTRITT 7,- (6,- erm.)

HER

USA 2013, 126 min
Buch und Regie: Spike Jonze, Musik: Arcade Fire
Darsteller: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Scarlett Johansson (Originalstimme) u.a.

Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) lebt als professioneller Ghostwriter für Liebesbriefe im Los Angeles der nahen Zukunft. Obwohl er und seine Frau sich vor zwei Jahren getrennt haben, lehnt er die Scheidung ab; vorsichtig ausgedrückt, könnte man Jonzes Protagonist als melancholieaffin beschreiben. Mit der Schwermut als stetem Begleiter entscheidet sich Theodore, ein neues Betriebssystem für seinen Computer zu erwerben, das in der Lage sein soll, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Samantha, das System mit der sehr anziehenden Stimme (Scarlett Johansson), manifestiert sich bald als therapeutischer Stellvertreter für Theodores in der Welt verloren gegangene Leidenschaft. Während die körper- und im Grunde leblose Stimme mit unbedingtem Enthusiasmus das Leben entdeckt, ist Theodore, der eigentlich dem Leben und der Welt angehört, ihrer gleichermaßen entzogen. Regisseur Spike Jonze (Being John Malkovich, Adaption) hinterfragt auf treffliche Weise unsere Vorstellungen von Liebe und Intimität im Zeitalter der sozialen Medien und inszeniert seine Sci-Fi Liebesgeschichte in phantastischen Bildern, verträumtem Soundtrack und mit in gewisser Weise überraschendem Wirklichkeitsbezug.

 

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FREITAG 26. OKT | 21.30 UHR | LICHTHAUS KINO IM STRASSENBAHNDEPOT
EINTRITT 7,- (6,- erm.)

KÖRPER UND SEELE

H 2017, 116 min
Regie und Buch: Ildikó Enyedi. Kamera: Máté Herabi
Musik: Ádám Balázs, Darsteller: Alexandra Borbély, Géza Morcsányi, Réka Tenki,
Zoltán Schneider, Ervin Nagy, Itala Békés, Tamás Jordán, Éva Bata, Pál Mácsai.

Liebe am Arbeitsplatz ist eigentlich nicht ungewöhnlich – nur dann vielleicht, wenn man, wie die introvertierte Maria, in einem Schlachthof arbeitet. Durch einen Zufall stellt sich heraus, dass Maria und ihr neuer Kollege Endre Nacht fü̈r Nacht denselben Traum haben. Verwirrt und erstaunt über diese intime Verbindung suchen die beiden zaghaft auch tagsüber die Nähe des anderen… Ildikó Enyedi erzählt mit lakonischem Humor eine poetische Liebesgeschichte, ein magisches Kinomärchen, das auf außergewöhnliche Weise Widersprüche miteinander vereinbart. Enyedis Film wurde auf der Berlinale 2017 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet!

 

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SAMSTAG 27. OKT | 21.30 UHR | LICHTHAUS KINO IM STRASSENBAHNDEPOT
EINTRITT 7,- (6,- erm.)

OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE

D 2007, 93 min
Regie: Carsten Fiebeler, Michael Boehlke, Buch: Henryk Gericke, Michael Boehlke, Carsten Fiebeler, Kamera: Robert Laatz, Daria Moheb Zandi
anschließend Gespräch mit Alexander Pehlemann (Leipzig)

Dieser Film ist ebenso laut und authentisch wie das politische und ästhetische "Nein" von Punk. Punk im Osten, das war Subkultur, das war Tumult, das war totale Verweigerung. Die Punks in der DDR stießen an die Grenzen eines Systems, das seine Jugend steuern wollte, von dem sie sich aber nicht lenken ließen. Entlud sich das soziale Elend englischer Teenager in dem Aufschrei "no future", so ist das Elend einer verplanten DDR-Jugend treffender mit "too much future" beschrieben. Punkbands wie Wutanfall, Schleimkeim, L’Attentat, Betonromantik oder Planlos stemmten sich gegen einen verordneten Zukunftsoptimismus und eine soziale Überversorgung.
Der Film porträtiert die Biografien einiger Protagonisten der frühen Ostpunk-Bewegung, erzählt von Anpassung, Konsequenz, Zwängen, Unabhängigkeit und von der Verwandlung der Ablehnung in künstlerische und politische Praxis.

 

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SONNTAG 28. OKT | 15.15 UHR | LICHTHAUS KINO IM STRASSENBAHNDEPOT
EINTRITT 7,- (6,- erm.)

GLÜCK IM HINTERHAUS

DDR 1978-1980, 97 min
Regie und Buch: Herrmann Zschoche,
Kamera: Günter Jaeuthe, Musik: Günther Fischer, Darsteller: Dieter Mann,
Ute Lubosch, Jutta Wachowiak, Peter Bause, Gerry Wolff, Käthe Reichel
anschließend Gespräch mit Ute Lub
osch moderiert von Angela Egli-Schmidt (Weimar)

Der gutsituierte Bibliothekar Karl Erp, Mitte vierzig, zwei Kinder, führt seit Jahren eine langweilige Ehe. Die Liebe zu seiner jungen Praktikantin Fräulein Broder reißt ihn aus der Lethargie. Er sagt seiner Frau Elisabeth, daß zwischen ihnen nie Liebe gewesen sei, er sie nur geheiratet habe, um ihr einen Gefallen zu tun, und zieht zu Fräulein Broder. Von deren Mutter zur Rede gestellt, verspricht er die Scheidung und spätere Hochzeit mit ihrer Tochter. Doch der Auftrieb, den Karls Elan durch die neue Beziehung bekommen hat, erlischt im bescheidenen Alltag. Er bringt nicht die Kraft auf, ein neues Leben zu beginnen, sehnt sich nach der alten Bequemlichkeit und geht schließlich zu Elisabeth, in eine zerrüttete Ehe, zurück.

 

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SONNTAG 28. OKT | 17.30 UHR | LICHTHAUS KINO IM STRASSENBAHNDEPOT
EINTRITT 7,- (6,- erm.)

DIE MILLIONEN DER YVETTE

DDR 1956, 104 min
Regie und Buch: Martin Hellberg, Kamera: Götz Neumann,
Musik: Ernst Roters, Darsteller: Josephine Back, Wolf Kaiser, Anne Dessau,
Peter Herden, Otto Eduard Stübler

Die französische Modistin Yvette hat in Düsseldorf einen kleinen Modesalon. Die jungen Herren der Gesellschaft liegen ihr zu Füßen, aber in ihre Kreise wird sie nicht aufgenommen. Darum gelingt es auch ihrem verflossenen Liebhaber Maurice Daurignac, sie zu einem großen Coup zu überreden, mit dem sie sich an der "feinen Gesellschaft" rächen kann. Sie gibt sich als Erbin von zehn Millionen Goldfranc aus. Aus Paris kommt ein Notar in Begleitung von zwei vermeintlichen Polizisten und liefert das angebliche Geld in einem versiegelten Päckchen dem Düsseldorfer Bankhaus Bleichstetter aus, wo es bis zum Ende des Erbschaftsprozesses ruhen soll. Der zieht sich hin, und unterdessen leben die beiden auf großem Fuß. Aber dann platzt die Bombe.